Erasmus+ auf Madeira – Digitale Zukunft trifft gelebte Kultur

Der dritte Erasmus+-Tag führte uns mitten hinein in die digitale Transformation. Madeira ist ein Zentrum für viele Remote Worker und digitale Nomaden, so auch für unseren Coach Trevor Beck: Er lebt und arbeitet dort – und vermittelte praxisnah, wie Arbeiten heute clever und produktiver gestaltet werden kann. Nach einem energiegeladenen Einstieg in die Welt von Microsoft, Google und Künstlicher Intelligenz wurden praxisnahe Tools vorgestellt und kritisch reflektiert. Zwischen Begeisterung und Überforderung zeigte sich: Digitalisierung ist weit mehr als Technik – für ein Bildungshaus wie die Bauernschule fordert die Digitalisierung Haltung, eine Strategie und eine neue Art der Zusammenarbeit im Team. 
Das Thema „Digital Detox“ sorgte am Nachmittag für den nötigen Ausgleich – beim gemeinsamen Wandern auf der Halbinsel Ponta de São Lourenço, der östlichsten Spitze Madeiras. Zwischen schroffen Felsen, Wind und Meer wurde erfahrbar, wie befreiend es sein kann, digitale Geräte bewusst beiseitezulegen und die Wahrnehmung auf das Hier und Jetzt zu richten. Pädagogisch eröffnete dieser Spaziergang neue Perspektiven darauf, wie Achtsamkeit, Naturerfahrung und Bewegung Lernprozesse fördern können. Abseits des Bildschirms entstanden teils intensive Gespräche, aber auch stilles, gemeinsames Staunen und in beiden Fällen ein ein spürbares Gefühl von Verbundenheit – eine Erinnerung daran, dass Lernen immer dann besonders nachhaltig ist, wenn es alle Sinne anspricht.